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ambient, electronic, abstract, experimental, drone, programmmusik, soundscapes

morsemusik

morse als rhythmus? kann ich morsecodierungen als horizontale struktur verwenden und damit eine klangkomposition schaffen? mein kopf sagt ja, mein herz(schlag) nach den ersten kompositionen, nein. viele wiederkehrende arhythmische betonungen scheinen dem gleichmäßigen herzschlag zu widersprechen. so sind klangkonstrukte entstanden, die alle ihren namen als morsezeichen enthalten, jedoch in gleichmäßige takte gebettet sind – dem herzschlag angepasst.

die klanggebilde habe ich komplett aus veränderten geräuschen gebaut. tonquellen waren: eine kamera, eine mineralwasserflasche, bücherblätter, ein heizkörper, autoblinker, knöpfe in einem glasbehälter, münzen, pfefferkörner in einer kuchenform, ein backblech, schlüssel, ein telefon, ein eierschneider, radiorauschen, ein scanner, ein tapedeck und das knarren einer tür. besondere aufmerksamkeit möchte ich dem „steinmetzlied” widmen: vor jahren wurde ich zum steinmetz ausgebildet. schnell nahm ich die typischen „hau”-klänge akustisch wahr – auch ohne optische eindrücke. diese meditativen rhythmen und typischen klänge, die bei der bearbeitung von naturstein mit knüpfel und eisen entstehen, habe ich für ein modernes "steinmetzlied" verwendet. die aufnahmen entstanden während der arbeit von auszubildenden in mainz. das klangstück "geriesel" entstand aus einer zusammenarbeit mit altus aus ottawa/kanada.

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